Situationsbeschreibung
Verständnis für die eigene Situation........
Emotionelle Krisen nehmen in den ersten Wochen und Monaten nach der Geburt
oft einen dramatischen Verlauf:
Die Babys sind unruhig und Schreien stundenlang, ohne dass Sie von den Eltern
beruhigt werden können, Beruhigungsangebote, wie Tragen, Stillen oder Schaukeln
wirken nicht oder nur kurz.
Die Körper der Säuglinge sind steif und gespannt, die Hände sind ständig zu Fäusten
geballt und sie überstrecken sich ständig. Ihre Augen vermeiden den Blickkontakt und
zeigen wenig Interesse an der Welt.
Eltern stehen diesem Szenario häufig ohnmächtig gegenüber. Verzweiflung und Hilflosigkeit
bestimmen Ihr Zusammensein mit den Babys. Die Mütter sind verunsichert,
können die Signale Ihres Kindes/Babys nicht mehr verstehen, sie habe Ihre innere
Orientierung, was gut für das Baby ist , verloren. Besonders schmerzhaft ist für die
Eltern der Verlust des emotionellen Kontaktes zum Kind/Baby. Neben einer allgemeinen Gereiztheit sind körperliche Verspannungen, Erschöpfungszustände und
Schlafstörungen die häufigsten Symptome der postnatalen Krise auf Seiten der Eltern.
Dadurch ist es meist auch den Eltern ab einem bestimmten Punkt kaum noch möglich
selbst zu entspannen. Da ein Baby/ Kleinkind das spürt, trägt der Zustand der Eltern
seinerseits zum Schreien des Babys bei. Deswegen ist in meiner EEH - Ambulanz eine
Verbesserung der seelischen und körperlichen Verfassung der Eltern ein wichtiger Teil.